Geschichte der Greetsieler Zwillingsmühlen


 


Die ersten Berichte über Windmühlen in Westeuropa stammen aus dem zwölften und dreizehnten Jahrhundert. Dass Kreuzritter in ihrer Heimat von Mühlen im Morgenland berich­tet haben, wird vermutet ist aber nicht belegt. Die erste Wind­mühle in Ostfriesland ist die 1424 in einer Urkunde erwähnte Mühle beim Kloster Marienkamp in der Nähe von Esens. 1439 wird von einem Mühlenbau in Emden, 1448 von einer klösterlichen Mühle in Jemgum berichtet. In Ostfriesland las­sen sich hauptsächlich zwei Typen unterscheiden: die Bock­ oder Ständermühle als älterer Mühlentyp und die Holländer­mühle, die hier etwa Anfang des achtzehnten Jahrhunderts auf­kam und nach und nach die Bockwindmühle verdrängte. Der massive Unterbau und damit die größere Stabilität und viel mehr Platz, z. B. für die Installation von Getreide, haben dazu bei­getragen, dass die Holländermühle sich durchsetzen konnte. Sie ist zu der für Ostfriesland typischen Mühle geworden.

Auch in Greetsiel hat es diese Entwicklung von der Bock­windmühle zur Holländerwindmühle gegeben. Bereits seit mehreren hundert Jahren gibt es dort zwei Windmühlen.

 

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